8. Juli 2009
Land- und Forstwirtschaft sowie Gartenbau sind wichtige Stützen des Lebens und Arbeitens sowie der regionalen Wirtschaft in unserem Wahlkreis und generell in den ländlichen Räumen. Diese möchte ich stärken und damit auch den zentrumsfernen Regionen eine Zukunft bieten. Das verlangt ein Umdenken der Agrarpolitik. Die radikale Markt- und Exportorientierung hat viele Nachteile: geringe landwirtschaftliche Einkommen, sinkende Arbeitsplätze, aufgebende Betriebe. Deshalb sollten die EU-Agrarsubventionen nach 2013 stärker auf soziale und ökologische Ziele ausgerichtet werden. Das heißt zum Beispiel, die landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken, die Arbeitsplätze schaffen, umweltfreundlich wirtschaften und in regionale Wirtschaftskreisläufe eingebunden sind.
Ich stehe für die Ökologisierung der konventionellen Landwirtschaft und das Wachstum des Ökolandbaus. Nicht alles muss Öko sein, aber zukünftig sollten auch konventionelle Betriebe weniger Pflanzenschutzmittel und Energie verbrauchen, Nährstoffkreisläufe geschlossen und Fruchtfolgen diversifiziert werden. Die Agro-Gentechnik lehne ich ab. Die von ihr ausgehenden Gefahren für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt sind erheblich.
Ich streite für den gesetzlichen Mindestlohn, nicht nur in der Agrarwirtschaft. Damit würden regionale Kaufkraft und somit landwirtschaftliche ErzeugerInnen gestärkt. Regionale Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen sind zu unterstützen, die Position der landwirtschaftlichen ErzeugerInnen gegenüber Handel und Verarbeitung zu stärken. Spekulationen am Boden- und Agrarrohstoffmarkt sind zu unterbinden. Gesunde, regionale Nahrungsmittel, kostendeckende Erzeugerpreise und für alle Menschen bezahlbare Verbraucherpreise sind Grundlagen meines politischen Handelns. Dafür will ich mich im Bundestag einsetzen.